Vom Winde verweht

Ein laues Lüftchen kann uns gern umspielen,
doch wenn es rauer wird, mag man es nicht.
Windstärke sechs gefällt so gar nicht vielen,
und Starkwind bläst den Atem vom Gesicht.

Gegen den Wind beugst du den Kopf hinunter,
wenn jeder Schritt nach vorne mühsam geht.
Selbst Mützen rutschen von den Ohren runter,
der Wind macht platt was sonst noch oben steht.

Den Wind als natürliche Kehrmaschine
lieben wir, doch wenn die Richtung nicht stimmt,
machen die Meisten verdrießliche Miene.
Wie schade, dass er sich so gar nicht benimmt!

Dem Winde zu trotzen jedoch wagen Leute,
die gerne in Norddeutschland Fahrrad fahr’n.
Und Fallobstjäger sammeln viel Beute,
die sie schleunigst in Obstsaftpressen karr’n.

So sind wir im Norden vom Winde verweht,
bis wir irgendwo landen, wo’s nicht weiter geht.

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