Tief gesunken

von Norbert Rath

Man sagt von Menschen, dass sie tief gesunken,
wenn ihnen nicht viel bleibt als nacktes Leben.
Doch immer schlummert noch der Götterfunken,
auch wenn er grade nicht viel Freude hat zu geben.

So bei der Wolke, die das Meer hier fast berührt:
sie senkt sich tief, doch über ihr wird’s helle,
was dann erfreulich zu der Aussicht führt,
dass immer wieder Hoffnung ist zur Stelle.

Der Silberstreif ist nicht am Horizont,
er versteckt sich hinter dunklen Schichten.
Die schiebt zur Seite man wie Wind, gekonnt,
und vermag vielleicht ein neues Land zu sichten.

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