Einigkeit

von Norbert Rath

Meistens sind Meer und Himmel sich schon einig.
Entweder ruhen beide oder toben wild.
Bei Menschen wird die Einigkeit oft steinig.
Das sonnigste Gemüt kämpft – wie im Bild.

Wenn doch die Wellen synchron würden schlagen,
wenn man sich einigte auf die Frequenz,
dann bräucht’ man Kompromisse nicht vertagen.
Doch wenn die nicht erreichbar sind, dann brennt’s.

Dann wird der Zungenschlag erheblich rauer,
dann wird die Einigkeit ein sprödes Ding.
Die Kontrahenten werden beide sauer,
weil es für keinen nur zum Vorteil ging.

Beitrag teilen