Einerseits ist es ein Baby

von Norbert Rath

Einerseits ist es ein Baby,
Mensch komplett schon andrerseits.
Also nimmt es mich nicht wunder:
wenn ihm unbequem wird, schreit’s.

Diese Sprache scheint verständlich
und global auch gut bekannt,
dazu wird nun doch letztendlich
unser Mundwerk angewandt.

Als der Schöpfer Körper formte,
da vergaß er nicht den Ton,
doch die Sprache, die genormte,
schuf der Mensch – auch damals schon.

Langsam bildete er Laute,
die auch leise noch gut klingen,
bis die Menschen ganz allmählich
auch noch anfingen zu singen.

Dazu muss die Kehle surren,
sich die Lungen gut bewegen,
dass vom Kreischen bis zum Schnurren
Stimmbänder sich richtig legen.

Also schrei doch, kleines Wesen,
deine Meinung in die Welt,
später lernst du auch noch lesen,
bestimmst selbst was dir gefällt.

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