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Zufallsgedicht
Wie gemalt

Der Fotograf war keineswegs pedantisch,
er ließ den Mohn im Bild einfach verschwommen.
So leuchtet rot ein großes Feld. Gigantisch,
was wir natürlich hingetupft bekommen.

Die weißen Tupfer sind alte Bekannte,
wie auch Kamille jeden Feldrand schmückte,
bis Herbizid die Farben ganz verbannte,
und man nur noch mit Grüntönen beglückte.

Ein Maler kann auch dann die Stufen sehen,
die Ton in Ton, doch unterschiedlich zeigen,
wo Roggen, Weizen, Gerstenhalme stehen,
und sich im Spiel des Windes wiegend neigen.

Das Hinschaun macht sich allemal bezahlt:
Natur ist immer schön und wie gemalt.

Anne Reimerdes

Anne Reimerdes

Ich bin Rentnerin, eigentlich ganz normal, aber auch ein bisschen verrückt. Mir ist das Reimen irgendwie in die Wiege gelegt, und jetzt, wo ich Zeit habe, lasse ich mich von Bildern zu Reimen inspirieren. Natürlich ergeben sich daraus Inhalte, die von Natur, zu Gesellschaft und anderen kleinen Fehlern reichen.

Tatsächlich sollte man die Gedichte ruhig zweimal lesen – oder mehrfach. Dann lohnt sich auch der Preis für die Bücher. Und die Bilder sind sowieso beachtenswert!

stemple-beere

ALLE GEDICHTBÄNDE VON ANNE REIMERDES

Sich einen Reim darauf machen

With rhyme and reason